Positrigo ist Partner bei der ACCESS-AD Initiative
13. Januar, 2026
Positrigo ist Partner bei der ACCESS-AD Initiative
ACCESS-AD startet für bessere Alzheimer-Diagnostik und -Therapie in ganz Europa
Die neue europäische Initiative ACCESS-AD wurde am Dienstag, den 13. Januar, offiziell ins Leben gerufen. Ihr Ziel: Menschen mit Alzheimer in ganz Europa eine schnellere und gerechtere Diagnose, Behandlung und Unterstützung zu ermöglichen.
ACCESS-AD ist ein fünfjähriges Programm unter der gemeinsamen Leitung von Amsterdam UMC, Siemens Healthineers, King’s College London und Gates Ventures und wird im Rahmen der Innovationsinitiative für Gesundheit der Europäischen Union gefördert. Mit einem Startbudget von über 37 Millionen Euro, davon rund 20 Millionen Euro von der EU und rund 17 Millionen Euro von Industriepartnern, vereint ACCESS-AD 30 Organisationen, darunter Universitäten, Krankenhäuser, Patientenorganisationen, KMU, Medizintechnikhersteller und Pharmaunternehmen.
„Positrigo beteiligt sich an dieser Initiative, um einen der größten Engpässe in der Alzheimer-Diagnostik zu beheben: die Zugänglichkeit. Mit dem NeuroLF-System wollen wir zeigen, dass die PET-Bildgebung des Gehirns für die breite Bevölkerung – und nicht nur für wenige Auserwählte – zugänglich gemacht werden kann. Unser Fokus liegt auf der Validierung zugänglicher Bildgebungslösungen, die sich nahtlos in klinische Arbeitsabläufe integrieren lassen und die Vision, „jeden Menschen zu bildgeben“, in die klinische Praxis umsetzen.“
Dr. Max Ahnen, Co-Founder und Chief Science Officer bei Positrigo
Das Projekt startet zu einem entscheidenden Zeitpunkt für die Alzheimer-Gemeinschaft. 2025 wurden in Europa die ersten Medikamente zugelassen, die den Krankheitsverlauf verlangsamen sollen. Obwohl dies ein wichtiger Durchbruch ist, fällt es vielen Gesundheitssystemen schwer, die neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse in die Praxis umzusetzen. Lange Wartelisten, Fachkräftemangel und eingeschränkter Zugang zu fortschrittlichen Tests führen dazu, dass viele Menschen immer noch zu spät diagnostiziert und behandelt werden. Gleichzeitig steigt die Zahl der Menschen mit Demenz weiter an und wird in Europa bis 2050 voraussichtlich 19 Millionen übersteigen.
ACCESS-AD will diese Herausforderungen angehen und die Gesundheitssysteme dabei unterstützen, schneller, effizienter und gerechter zu reagieren. Das Projekt entwickelt einen praktischen Rahmen für Diagnose und Behandlung, der Hirnscans, einfache Bluttests, digitale Tools und künstliche Intelligenz kombiniert, um Ärzte bei schnelleren und präziseren Entscheidungen zu unterstützen. Ziel ist es, eine qualitativ hochwertige Diagnose und Nachsorge patientennäher zu gestalten, auch außerhalb großer spezialisierter Zentren.
Die Initiative begleitet Patienten auf ihrem gesamten Behandlungsweg: von der Früherkennung von Krankheitsanzeichen über die Bestätigung der Diagnose und die Wahl der optimalen Therapie bis hin zur sicheren Langzeitüberwachung. Neben neuen Medikamenten gegen Alzheimer erforscht ACCESS-AD auch Lebensstilinterventionen und Ernährungsansätze, die die Hirngesundheit fördern können. Daten aus dem realen Patientenalltag in verschiedenen Ländern spielen dabei eine zentrale Rolle und helfen Entscheidungsträgern und medizinischem Fachpersonal, die effektivsten Maßnahmen im Alltag zu ermitteln. Patienten und Angehörige werden eng eingebunden, um eine patientenzentrierte Versorgung zu gewährleisten.
„Unsere Vision ist einfach, aber ambitioniert: Wir wollen personalisierte Versorgung für jeden Patienten mit Alzheimer-Krankheit ermöglichen, unabhängig von seinem Wohnort. ACCESS-AD bringt die klinischen, wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Akteure zusammen, die notwendig sind, um Innovationen europaweit in die tägliche Praxis umzusetzen.“
Prof. Frederik Barkhof vom Amsterdam UMC und klinischer Leiter von ACCESS-AD
Über ACCESS-AD:
ACCESS-AD wird im Rahmen der Gemeinsamen Initiative für innovative Gesundheit (IHI JU) gefördert. Das Programm verfügt über ein Startbudget von über 37 Millionen Euro, davon ca. 20 Millionen Euro von der EU und ca. 17 Millionen Euro von den Industriepartnern. Das Budget verteilt sich auf die folgenden 30 Partner:
Stichting Amsterdam UMC, Siemens Healthineers AG, King’s College London, Gates Ventures LLC, Alzheimer Europe, Anavex Germany GmbH, Amsterdam UMC Research BV, Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen EV, Eisai Limited, Ethniko Kentro Erevnas Kai Technologikis Anaptyxis, Fakultni Nemocnice v Motole, Fraunhofer Gesellschaft zur Förderung der Angewandten Forschung EG, Fundacio de Recerca Clinic Barcelona – Institut d’Investigacions biomediques August pi Sunyer, Helse Stavanger HF, Hospital Clinic de Barcelona, InRAD – Stichting International Registry for Alzheimer’s Disease and other Dementia, Karolinska Institutet, Klinikum der Ludwig-Maximilians Universität München, Ludwig-Maximilians Universität München, Muhdo Health Ltd, National Institute for Health and Care Excellence, Neotiv GmbH, Neurimmune SubOne AG, Pohjois-Savon Hyvinvointialue, Positrigo AG, Region Stockholm, Societé de Produits Nestlé SA, Universidad de Navarra, Universitätsklinikum Erlangen, University College London, University of Leicester
Danksagung
Dieses Projekt wird von der Innovative Health Initiative Joint Undertaking (IHI JU) im Rahmen der Finanzhilfevereinbarung Nr. 101253010 gefördert. Die JU erhält Unterstützung aus dem Forschungs- und Innovationsprogramm Horizont Europa der Europäischen Union sowie von COCIR, EFPIA, Europa Bío, MedTech Europe und Vaccines Europe sowie von Anavex, Muhdo und Neurimmune.
Haftungsausschluss
ACCESS-AD wird von der Europäischen Union, den privaten Mitgliedern und den beteiligten Partnern der IHI JU finanziert. Die geäußerten Ansichten und Meinungen sind jedoch ausschließlich die der Autoren und spiegeln nicht notwendigerweise die der genannten Parteien wider. Keine der genannten Parteien übernimmt hierfür die Verantwortung.